Im Nordosten Nigerias sind bei zwei Explosionen mindestens zehn Menschen getötet worden. Möglicherweise sind erneut islamistische Extremisten verantwortlich. Der Polizeisprecher des Bundesstaates Borno, Gideon Jibrin, sagte, zwei Selbstmordattentäterinnen hätten auf dem Marktplatz in Maiduguri mindestens zehn Marktbesucher mit in den Tod gerissen. Es gebe zahlreiche Verletzte.

Dort hatten sich bereits am vergangenen Dienstag zwei Selbstmordattentäterinnen in die Luft gesprengt. Bei dem Anschlag waren 45 Menschen getötet worden.

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat in der Region bereits mehrfach Anschläge verübt. Nur wenige Stunden vor dem Attentat auf dem Markt hatten nach Angaben lokaler Medien mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz die Hauptstadt des Bundesstaates Yobe, Damaturu, angegriffen. Zeugen zufolge kreisten sie die Stadt ein und nahmen sie unter Beschuss. Ein Stützpunkt der Polizei am Stadtrand sei niedergebrannt worden. Das Verteidigungsministerium teilte mit, einen Kampfjet entsandt zu haben, um die Angreifer abzuwehren. 

Boko Haram hat in den vergangenen Wochen die Zahl seiner Anschläge gesteigert. Die Organisation kontrolliert einige Dutzend Städte und Dörfer entlang der Grenze im Nordosten Nigerias. Hier hat Boko Haram ein islamisches Kalifat ausgerufen.