Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande haben den ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko in einem Telefonat dazu gedrängt, seine Wirtschaftspolitik zu reformieren. Der Reformprozess sei notwendig, damit sich die Wirtschaft erholen und notwendige internationale Finanzhilfen erbracht werden können, zitierte Regierungssprecher Steffen Seibert Merkel und Hollande.

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hatte am Donnerstag eine internationale Geberkonferenz gefordert. Ein Staatsbankrott der Ukraine solle so verhindert werden. Jazenjuk verwies auf einen Medienbericht, wonach die Ukraine im kommenden Jahr 15 Milliarden Dollar zusätzliche Hilfsmittel benötige.

Poroschenko berichtete in dem Gespräch mit Merkel und Hollande, die am 9. Dezember vereinbarte Waffenruhe sei von den prorussischen Separatisten wiederholt verletzt worden, sagte Seibert. Dennoch hoffe er, dass die Separatisten sich mit der Ukraine-Kontaktgruppe treffen, um das Minsker Abkommen vollständig umzusetzen und einem umfassenden Waffenstillstand zustimmen, sagte Poroschenko.