Dieses Blog ist geschlossen. Lesen Sie hier das aktuelle Live-Blog zu dem Anschlag auf die Charlie-Hebdo-Redaktion.

  • Bei dem Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitung Charlie Hebdo in Paris wurden zwölf Menschen getötet, darunter vier Zeichner des Magazins.
  • Die Angreifer riefen während des Angriffs "Allah ist groß" und "Wir haben den Propheten gerächt!"
  • Weltweit zeigen sich Politiker entsetzt, EU-Kommissionspräsident Juncker verurteilte den Anschlag als Barbarei.
  • Auf den Straßen von Paris und anderen Großstädten  finden Solidaritätsbekundungen und Demonstrationen statt.
  • Die Täter des Attentats sind offenbar identifiziert.
  • Die Zeitungen Guardian und Libération melden, dass die Verdächtigen festgesetzt wurden.
  • Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass eine Eliteeinheit im Einsatz ist, um die Täter in Reims zu stellen.
  • Die Nachrichtenagentur AFP meldet, dass sich der jüngste der Täter ergeben hat.
  • Französische Medien berichten, der gefasste 18-Jährige beteuere seine Unschuld und habe ein Alibi
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(06:27) Die linksliberale Libération kommentiert:

"Sie haben Charlie angegriffen und damit die Toleranz, die Ablehnung von Fanatismus und Dogmatismus. Sie haben diese offene, religionsfreie und friedfertige Linke angegriffen, die sich sicherlich über den Zustand der Welt empört, sich jedoch lieber darüber lustig macht, als anderen ihren Katechismus aufzuzwingen. Die Fanatiker verteidigen keine Religion, weil Religion tolerant sein kann, und sie verteidigen nicht die Muslime, die in ihrer überwältigenden Mehrheit mit Entsetzen auf diese niederträchtigen Morde reagiert haben. Die Fanatiker greifen die Freiheit an. Alle Republikaner sind vereint gegen den Gegner. Dieser Gegner ist der Terrorismus, nicht der Islam, der Gegner ist der Fanatismus, keine Religion, und der Gegner ist der Extremismus. Der hat nichts zu tun mit unseren muslimischen Mitbürgern."
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(06:25) Die französischen Zeitungen reagieren am Morgen auf den tödlichen Anschlag auf ihre Kollegen. Der konservative Le Figaro schreibt:

"Uns wurde der Krieg erklärt: Der Krieg des islamischen Fanatismus gegen den Westen, gegen Europa und gegen die Werte der Demokratie. Uns muss klar sein: Wenn heute Frankreich im Visier der Verrückten Allahs steht, dann waren es vorher andere Länder, und morgen werden es weitere Staaten sein. Wir müssen uns moralisch gegen die niederträchtigen Verbrechen dieser Barbaren wappnen, die als Frömmler verkleidet sind. Und wir müssen uns politisch und juristisch wappnen. Zu lange sind wir im Namen eines irregeleiteten Humanismus unseren schlimmsten Feinden entgegengekommen. Wir müssen gegen diese Fanatiker hart durchgreifen, die sich offen gegen unser Land und unsere Sicherheit verschwören. Wenn es Krieg gibt, muss man ihn gewinnen."
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(06:15) Wie der Guardian berichtet, soll der 18-jährige Mourad Hamyd in der Vergangenheit bereits mehrmals verhaftet worden sein. Während der französische Botschafter in Australien davon spricht, Hamyd sei am Mittwoch festgenommen worden, berichtet der Sender BFMTV, er habe sich gestellt, nachdem er sein Fahndungsfoto gesehen habe, um seine Unschuld zu beteuern. Unter dem Hashtag #MouradHamydInnocent bekunden Freunde und Mitschüler im Netz ihre Solidarität mit dem 18-Jährigen. 
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(05:53) Überall auf der Welt versammeln sich die Menschen und nehmen Anteil an den Ereignissen in Paris, wie hier in San Francisco.
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(05:40) Der 18-Jährige, der sich am Abend der Polizei gestellt hat, beteuert offenbar seine Unschuld und liefert ein glaubwürdiges Alibi, berichtet iTele. Er will zum Zeitpunkt des Anschlags in der Schule gewesen sein. Zeugen haben die Angaben laut dem Sender bestätigt.
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(05:21) Auch in New York gehen am Abend Tausende auf die Straße.
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(02:55) Die französische Polizei hat Bilder der flüchtigen Täter veröffentlicht. 
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(02:21) Wie die Nachrichtenagentur Afp berichtet, soll sich der jüngste der drei Verdächtigen im nordfranzösischen Charleville-Mézières der Polizei gestellt haben. Die Einsatzkräfte befragen zur Stunde Menschen aus dem Umfeld der beiden flüchtigen Männer.
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(02:09) Große französische Medienhäuser sagen Charlie Hebdo Hilfe zu. Der staatliche Hörfunk und das Fernsehen sowie die Tageszeitung Le Monde erklären am späten Mittwochabend, sie wollten dem Magazin das notwendige Personal und Sachmittel zur Verfügung stellen. Die Mitteilung trägt die Überschrift: "Damit Charlie lebt." Die Direktoren von Radio France, France Télévisions und Le Monde rufen darin alle anderen französischen Medien auf, die Presse- und Meinungsfreiheit hochzuhalten.
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(01:40) Im Fernsehsender BFMTV ist zu sehen, wie Sicherheitskräfte eine Wohnung in Reims durchsuchen. Sonst befindet sich offenbar niemand in der Wohnung. 
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(01:13) Laut dem französischen Fernsehsender iTele ist das Ziel der laufenden Polizei-Aktion nicht, die Verdächtigen festzunehmen, sondern DNA-Proben und Beweise zu sammeln.
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(00:08) US-Präsident Barack Obama bietet Frankreich in einem Telefonat Unterstützung bei der Identifizierung der Täter und bei der Fahndung an. Er bekräftigt in dem Gespräch mit François Hollande, dass die Amerikaner an der Seite des französischen Volkes stünden.
Angelika Finkenwirth
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(00:00) Auf BFMTV können alle die Geschehnisse in Reims live mitverfolgen.
Angelika Finkenwirth
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(23:40) Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass die Eliteeinheit Raid in Reims nach den mutmaßlichen Attentätern sucht.
Angelika Finkenwirth
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(23:15) Nach Informationen der Le Point hat einer der Verdächtigen offenbar seinen Personalausweis im ersten Fluchtwagen verloren. Mit dem Citroen C3 sollen die mutmaßlichen Täter vom Tatort geflohen sein.
Angelika Finkenwirth
Angelika Finkenwirth
(22:50) Immer neue Details werden über die mutmaßlichen Täter bekannt. So sollen die Verdächtigen Verbindungen zu einer jemenitischen Terrororganisation gehabt haben. In dem arabischen Land ist einer der gefährlichsten Ableger der Al-Kaida aktiv. Cherif K. war 2008 zu 18 Monaten Haft verurteilt worden, weil er dabei geholfen hatte, Kämpfer in den Irak zu schleusen.
Angelika Finkenwirth
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(22:30) Die Polizei habe ihnen bestätigt, dass die drei Verdächtigen festgesetzt wurden, berichten Libération und der Guardian.
Angelika Finkenwirth
Angelika Finkenwirth
(22:00) Das Innenministerium dementiert laut Libération, dass die Verdächtigen gestellt wurden. Laut Polizeiquellen sollen sie identifiziert und gefunden worden sein.
Angelika Finkenwirth
Angelika Finkenwirth
(21:45) Die französische Metronews schreibt, die Täter seien identifiziert. Es sollen drei Männer im Alter von 18, 32 und 34 Jahren sein. Zwei haben die französische Staatsangehörigkeit und sind Brüder. Sie wurden in Paris geboren, heißen Said und Cherif. Der Jüngste, Hamid M., hat keinen festen Wohnsitz und seine Nationalität ist noch unbekannt. Sicher sei allerdings, dass er an der Akademie von Reims eingeschrieben war. Nach Informationen der Libération kommen die drei Verdächtigen aus Gennevilliers (Hauts-de-Seine). Sie sollen in Reims gestellt worden sein, aber es gibt noch keine offizielle Bestätigung vom Innenministerium.
Angelika Finkenwirth
Angelika Finkenwirth
(21:30) Offenbar gibt es eine Spur zu den Tätern. Ein Verdächtiger wurde 2008 verurteilt.

Angelika Finkenwirth
Angelika Finkenwirth
(20:40) Auch im Pariser Newsroom der Nachrichtenagentur AFP bekunden die Journalisten ihre Solidarität mit den Kollegen von Charlie Hebdo
Angelika Finkenwirth
Angelika Finkenwirth
(20:30) Papst Franziskus meldet sich zu Wort. In einer Mitteilung des Vatikan heißt es: Die Tat habe Tod gesät, die gesamte französische Gesellschaft in Trauer gestürzt und alle Menschen, die Frieden liebten, tief aufgewühlt. "Was auch immer der Grund ist, tödliche Gewalt ist abscheulich und niemals zu rechtfertigen."
Angelika Finkenwirth
Angelika Finkenwirth
(20:05) François Hollande ernennt den morgigen Donnerstag zum nationalen Trauertag.
In seiner Rede an die Nation fordert er die Franzosen auf, zusammenzustehen. Entschlossenheit müsse die Antwort auf das Verbrechen sein: "Die Freiheit wird immer stärker sein als die Barbarei".
Angelika Finkenwirth
Angelika Finkenwirth
(19:50) Der Anschlag in Paris ist nicht der erste seiner Art. Wiederholt sind islamkritische Journalisten, Regisseure und Zeichner zum Ziel von Attentaten von Terroristen geworden. Ein Überblick
Sybille Klormann
Sybille Klormann
(19:15) Über die Täter ist bislang nur wenig bekannt, sie sollen Augenzeugenberichten zufolge aber äußerst brutal und professionell vorgegangen sein. Bei ihrer Flucht haben sie gerufen: "Wir haben den Propheten Mohammed gerächt!".

Das ist bislang bekannt:
- Bei dem Anschlag wurden zwölf Menschen getötet. Elf weitere Opfer wurden verletzt, vier davon schwer.
- Die Täter riefen "Allah ist groß" und islamistische Parolen wie "Wir haben den Propheten gerächt".
- Die Angreifer entkamen in einem Kleinwagen, der sichergestellt wurde.
- Die französische Regierung hat die Sicherheitsstufe zur Abwehr von Terroranschlägen auf das höchste Niveau gehoben. Damit werden zum Beispiel an vielen öffentlichen Einrichtungen die Eingänge kontrolliert.
- Frankreich kämpft international gegen den islamistischen Terrorismus.

Was ist nicht bekannt?
- Die Zahl der Täter ist unklar. Der Staatsanwalt spricht von "mindestens zwei" Tätern. Ein Augenzeuge habe drei Angreifer gesehen.
- Bisher gibt es keine Informationen, ob die schwer bewaffneten Täter auf eigene Faust gehandelt haben.
- Die Identität der Opfer ist noch nicht offiziell bestätigt. Nach Augenzeugenberichten sind vier Redaktionsmitglieder von Charlie Hebdo unter den Toten.
- Ungeklärt ist, ob der Zeitpunkt des Anschlags bewusst gewählt wurde. Das islamkritische Magazin war bereits mehrfach Opfer von Angriffen und hatte auf der aktuellen Ausgabe eine Karikatur des umstrittenen Autors Michel Houellebecq.