Wegen mutmaßlicher Anschlagspläne sind in Südfrankreich fünf Russen tschetschenischer Herkunft festgenommen worden. Die Verdächtigen seien in der Nacht in Béziers nahe Montpellier im Süden Frankreichs in Polizeigewahrsam genommen worden, sagte Staatsanwalt Yvon Calvet.

Es sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, den Ort für den geplanten Anschlag zu nennen. Die Ermittlungen seien noch am Anfang, weitere Personen könnten festgenommen werden.  

Am Montagabend seien Sprengmeister in Béziers wegen eines Verstecks voll Sprengkörper im Einsatz gewesen, so Calvet. Bei Wohnungsdurchsuchungen seien zudem "Produkte" gefunden worden, sagte der Staatsanwalt, ohne weitere Details zu nennen. 

Nach Informationen der Zeitung Midi Libre wurde einer der Verdächtigen seit einiger Zeit von den Sicherheitsbehörden beobachtet. Er wird beschuldigt, für eine Explosion auf dem Universitätsgelände von Montpellier im November 2008 verantwortlich zu sein. Damals wurden sechs Menschen verletzt, zwei davon schwer.

Aus dem Département Hérault, in dem Béziers und auch Montpellier liegen, sind laut Midi Libre in den vergangenen Monaten etliche Jugendliche in den Dschihad nach Syrien ausgereist. Sechs Männer starben dort.

In der islamisch geprägten Nordkaukasusrepublik Tschetschenien hatten am Montag Hunderttausende gegen Mohammed-Karikaturen der Pariser Satirezeitschrift Charlie Hebdo protestiert.