Bei einem Messerangriff sind in Tel Aviv am Morgen mehrere Menschen verletzt worden. Das berichteten israelische Medien. Ein Mann soll in einem Bus ein Messer gezogen und auf Fahrgäste und den Busfahrer eingestochen haben. Die Zeitung Haaretz berichtet auf ihrer Website von neun Opfern, zwei von ihnen sollen in einem kritischen Zustand sein.  

Der Täter habe nach dem Angriff versucht, zu fliehen. Polizeisprecher Micky Rosenfeld schrieb auf Twitter, die Polizei habe den Attentäter ins Bein geschossen. Die Ermittler gingen von einem terroristischen Hintergrund aus. Fünf Menschen seien schwer verletzt, vier weitere leicht, so Rosenfeld.

Laut CNN handelt es sich bei dem Täter um einen 23-jährigen Palästinenser aus dem Westjordanland. Er soll illegal nach Israel eingereist sein. Der Mann wurde demnach festgenommen und wird nun verhört. Der Tatort wurde abgesperrt. Laut Polizeisprecher Rosenfeld patrouilliert die Polizei in Tel Aviv, um weitere Angriffe zu verhindern. 

Hamas feiert den Angriff als Heldentat

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas lobte den Angriff als "heldenhaft". Hamas-Führer Isat al-Rischek schrieb auf Twitter von einer "natürlichen Antwort auf die Besatzung".

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu macht die Palästinenserführung für die Messerattacke mitverantwortlich. Der Angriff sei "das direkte Ergebnis der giftigen Anstachelung durch die Palästinenserbehörde gegen die Juden und ihren Staat", sagte Netanjahu. "Derselbe Terrorismus versucht uns in Paris, Brüssel und überall zu attackieren". Die Regierung werde weiterhin entschieden gegen Terrorismus vorgehen.

In den vergangenen Monaten gab es mehrmals solche Vorfälle. Zuletzt war es in Tel Aviv im November zu einem tödlichen Messerangriff gekommen. Damals hatte ein Palästinenser einen Soldaten im Süden der Stadt niedergestochen und tödlich verletzt. Besonders im Westjordanland und in Ost-Jerusalem haben sich zuletzt die Spannungen zwischen Palästinensern und Israelis erhöht.