Nordkorea hat ein Ende seiner Atomwaffentests angeboten, wenn die USA ihre gemeinsamen jährlichen Militärmanöver mit Südkorea absagen. Der Vorschlag sei der US-Regierung über "zuständige Kanäle" unterbreitet worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Die Absage der Manöver wäre ein Beitrag der USA zum Abbau der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel.

Bislang gab es drei Atomwaffentests Nordkoreas, der bisher letzte fand im Februar 2013 statt. Der autoritär geführte Staat hatte zuvor bereits 2006 und 2009 Atomtests durchgeführt. Die Vereinten Nationen haben deswegen Sanktionen gegen das international weitgehend isolierte Land verhängt.

Südkorea und die USA hatten stets betont, die gemeinsamen Militärmanöver seien rein defensiver Natur. Die Regierung in Pjöngjang sieht in den gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkorea jedoch die Vorbereitung auf eine Invasion. Im März 2013 erreichten die Spannungen während der Manöver einen Höhepunkt. Nordkorea versetzte seine Streitkräfte in Kampfbereitschaft und drohte mit Krieg.

Doch nicht nur wegen der Atomwaffentests steht Nordkorea aktuell in Auseinandersetzungen mit den USA. US-Präsident Barack Obama hatte vergangene Woche die amerikanischen Sanktionen gegen das abgeschottete Land ausgeweitet.

Die Regierung in Pjöngjang drohte den USA danach mit Angriffen, sollten diese ihre Sanktionen nicht zurücknehmen. Die Vereinigten Staaten sollten ihre "feindliche Politik" zurückfahren, wenn sie die "Katastrophe eines Krieges" vermeiden wollten, zitierte KCNA die von Machthaber Kim Jong Un geführte Nationale Verteidigungskommission. Das Territorium der USA werde mit einem "Kugel- und Granatenhagel" überzogen, wenn die Strafmaßnahmen nicht gestrichen würden. Die Sanktionen seien auf Basis "absurder Vorwände und Bedingungen" erfunden worden.

Vorausgegangen war eine großangelegte Hackerattacke gegen das Filmstudio Sony. Die Regierung in Washington macht dafür Nordkorea verantwortlich. Der kommunistisch geführte Staat hat dies zurückgewiesen.