Litauen hat gute Aussichten, der Bundeswehr gebrauchte Panzerhaubitzen abkaufen zu können. Das Bundesverteidigungsministerium prüfe eine entsprechende Anfrage des Natopartners wohlwollend, berichtet der Spiegel unter Berufung auf Sicherheitskreise. Verteidigungsstaatssekretärin Katrin Suder habe einen Verkauf der Panzerhaubitze an Litauen als möglich bezeichnet, da die Bundeswehr eine ausreichende Zahl der Waffen besitze.  

Die Panzerhaubitze 2000 wird von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Rheinmetall hergestellt. Die Bundeswehr hatte das Geschütz, das bis zu 40 Kilometer weit schießen kann, in Afghanistan im Einsatz.

Noch in der vergangenen Woche hatte die Bundesregierung eine Bitte des Natopartners Litauen um Lieferung von Radpanzern des Typs Boxer abgelehnt. Auch diese werden von Kraus-Maffei Wegmann hergestellt.

Eine Abgabe von gepanzerten Transportfahrzeugen der Bundeswehr oder der Weiterkauf von Fahrzeugen, die in den nächsten Jahren beschafft werden sollen, sei nicht vorgesehen, hatte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gesagt. Hintergrund sei der Eigenbedarf der Bundeswehr für Einsätze und Ausbildung.

Litauen fühlt sich wie die anderen baltischen Staaten als ehemalige Sowjetrepublik vom Nachbarn Russland bedroht, besonders angesichts der russischen Aggression in der Ukraine.