Der ukrainische Präsident wünscht sich eine bedingungslose Waffenruhe. Während der Münchner Sicherheitskonferenz sagte Petro Poroschenko, er sei "zu jeder Zeit bereit, eine vollständige, bedingungslose – ohne jegliche Vorbedingungen – Waffenruhe zu verkünden, um die steigende Zahl an Opfern unter der Zivilbevölkerung zu stoppen". Unterstützt werde sein Wunsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande.

Poroschenko hatte zuvor während seiner Rede die Ausweise von russischen Soldaten gezeigt. Petro Poroschenko will damit die militärische Präsenz von russischen Soldaten in seinem Land belegen. Die Pässe und Militärausweise russischer Soldaten und Offiziere seien der beste Beweis für die Aggression und die Präsenz der russischen Soldaten, sagte der ukrainische Präsident. Die Ausweise wurden Separatistenkämpfern auf ukrainischem Gebiet abgenommen.

"Wie viele Beweise braucht die Welt noch, um die offensichtliche Tatsache anzuerkennen, dass ausländisches Militär" auf souveränem ukrainischen Territorium sei, fragte der Staatschef weiter. Russland habe internationales Recht gebrochen und einen Teil des ukrainischen Territoriums annektiert, sagte Poroschenko in Bezug auf die Krim. "Heute führt ein früherer strategischer Partner einen verdeckten Krieg gegen einen souveränen Staat."

An der Grenze zwischen der Ukraine und Russland wimmele es nun von russischen Panzern, bewaffneten Mannschaftswagen, Raketenwerfern und Munition, fügte Poroschenko hinzu. Poroschenko will nicht wie von Russland gefordert Verhandlungen mit den Separatisten im Osten seines Landes führen. Stattdessen brauche es einen Waffenstillstand und freie Wahlen.

Den Westen forderte Poroschenko erneut zu militärischer Unterstützung auf. Der Mangel an militärischen Fähigkeiten habe zu einer weiteren Eskalation geführt, sagte er. Sein Land sei eine souveräne Nation und habe das Recht, sich zu verteidigen.