Russlands Präsident Wladimir Putin will sich von westlichen Ländern nicht unter Druck setzen lassen. "Niemand sollte die Illusion haben, dass er eine militärische Überlegenheit gegenüber Russland erreichen könnte", sagte er der russischen Agentur Interfax zufolge. Man werde "immer eine passende Antwort auf sämtliche solcher Abenteuer haben", sagte Putin in einem Grußwort anlässlich eines Feiertags für die "Verteidiger des Vaterlandes" in der kommenden Woche.

Zugleich kündigte Putin an, die russischen Streitkräfte modernisieren zu wollen. Hunderte neue Kampfflugzeuge, Raketen und andere Waffen sollten aufgestellt werden. Der russische Militärhaushalt ist trotz der westlichen Sanktionen und zurückgegangener Staatseinnahmen wegen der laufenden Wirtschaftskrise und des sinkenden Ölpreises um ein Drittel gestiegen.

Auch soll Russland erneut Waffen aus Russland in die von Separatisten kontrollierte Donbass-Region entsendet haben. Das ukrainische Militär teilte mit, es seien unter anderem Panzer, Raketenwerfer und mehrere Busse mit Kämpfern geliefert worden. Russland bestreitet eine aktive Intervention in den Krieg zwischen der Ukraine und prorussischen Separatisten.

Währenddessen hat Deutschland der OSZE für ihre Beobachtermission in der Ostukraine nach Informationen von Spiegel Online Satellitenbilder und gepanzerte Sanitätsfahrzeuge angeboten. Die Fahrzeuge vom Typ Yak stammten aus Beständen der Bundeswehr. Auch plane die Bundesregierung, das Expertenteam der Beobachtungsmission zu vergrößern. Dafür würden bereits Freiwillige gesucht. Schon vor Monaten hatte sich Deutschland bereit erklärt, neben zehn Aufklärungsdrohnen auch bis zu 390 Soldaten in die Beobachtermission zu entsenden.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) ist seit März 2014 mit Beobachtern in der Ostukraine, um die Friedensverhandlungen und die derzeit brüchige Waffenruhe zwischen der Ukraine, Russland und prorussischen Separatisten zu unterstützen.