Soldaten haben die Besetzung des Hotels Maka Al-Mukarama in der somalischen Hauptstadt Mogadischu beendet. Sicherheitsbeamte würden das Gebäude kontrollieren, sagte Polizeichef Mohamed Hussein. Insgesamt seien mindestens 17 Menschen getötet worden.

Terroristen hatten das Hotel am gestrigen Freitag gestürmt, nachdem zwei Bomben explodiert waren. Dabei wurden mindestens neun Menschen getötet, darunter auch der somalische Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Yusuf Mohamed Ismail Bari-Bari, teilte die somalische Regierung mit. Die Extremisten hatten von dem Gebäude auf in der Nähe stationierte Sondereinsatzkommandos geschossen.

Zu dem Anschlag bekannte sich die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab. In dem Gebäude hielten sie viele Gäste gefangen, darunter auch den somalischen Botschafter in Deutschland, Mohamed Mohamud Tifow. Wie viele Menschen die Terroristen festhielten, war unklar.

In Somalia gibt es seit Anfang der 1990er Jahre keine funktionierende Zentralregierung mehr. Die Shabaab-Miliz kontrolliert Teile des Landes, außerdem leidet die Bevölkerung unter der Gewalt verfeindeter Stammesmilizen und krimineller Banden.

Die Al-Shabaab-Miliz hat Verbindungen zur radikalislamischen Al-Kaida. Sie will die Regierung Somalias stürzen und die Scharia einführen. Auch im benachbarten Kenia und in anderen Ländern hat sie Anschläge verübt. 2011 wurde sie von einer afrikanischen Friedenstruppe aus Mogadischu verdrängt. Seitdem hat sie sich auf eine guerilla-ähnliche Taktik verlegt. Hotels gehören regelmäßig zu Al-Schabaabs Anschlagzielen.