Die Bundesregierung hat nach Angaben des Auswärtigen Amtes mehr als 100 Menschen aus dem Jemen ausfliegen lassen. Unter ihnen befinden sich demnach Deutsche sowie Bürger anderer Staaten, darunter zahlreiche EU-Bürger.

Für die Aktion wurde eine jordanische Maschine gechartert, die die Menschen ins ostafrikanische Dschibuti brachte. Von dort sollen sie in ihre Heimatländer zurückreisen.

Zwischenzeitlich war auch eine Evakuierung durch die Bundeswehr erwogen worden, für den Fall, dass sich die Sicherheitssituation weiter verschlechtert.

Zuletzt hielten sich noch rund 80 Deutsche im Jemen auf. Wie viele von ihnen nun in Sicherheit gebracht wurden, teilte das Auswärtige Amt nicht mit.

Verstärkte Luftangriffe gegen die Aufständischen

In der Hauptstadt Sanaa und der zweitgrößten Stadt des Landes, Tais, fanden nach Angaben aus jemenitischen Sicherheitskreisen die heftigsten Bombardierungen seit Beginn der Luftangriffe der arabischen Verbündeten statt.

Auch in Saada, der Hochburg der Huthis im Norden des Landes, und in der südjemenitischen Hafenstadt Aden gingen die Luftangriffe weiter. Die Rebellen versuchen seit Wochen, Aden in Zusammenarbeit mit Anhängern des ehemaligen Präsidenten Ali Abdullah Salih einzunehmen.  

Die Vereinten Nationen riefen die internationale Gemeinschaft zur Hilfe zum Schutz von rund 7,5 Millionen Betroffenen des Konflikts auf.

Im Jemen kämpfen die schiitischen Huthi-Rebellen gegen Anhänger des Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärallianz bombardiert seit Wochen Stellungen und Waffenlager der Huthi. Am Dienstag hatte der UN-Sicherheitsrat ein Waffenembargo gegen die Huthi-Milizen verhängt.