Die somalische Shabaab-Miliz hat nach dem Angriff auf eine Universität in Kenia weitere Terrorattacken angekündigt. Daran könnten keine Sicherheitsmaßnahmen etwas ändern, teilte die Islamistenmiliz mit. Die Organisation mit Verbindungen zu Al-Kaida drohte mit einem "langen, schrecklichen Krieg".

Bei dem Angriff der somalischen Islamisten waren am Donnerstag 147 überwiegend junge Menschen getötet worden. Schwer bewaffnete Männer hatten am frühen Morgen die Universität in der Stadt Garissa im Südosten des Landes gestürmt. Anschließend hatten sie sich mit zahlreichen Geiseln in einem Wohnheim auf dem Campus verschanzt. Zu der Tat bekannte sich die Islamistenmiliz Al-Shabaab aus dem Nachbarland Somalia.


Wie die BBC berichtet, wurden auf dem Campus nach dem Anschlag noch vier Überlebende gefunden. Zwei von ihnen gelten laut einem Bericht der BBC als Verdächtige. Einer soll aus Tansania kommen. Er habe keine bekannten Verbindungen zur Universität. Nach Angaben des kenianischen Innenministeriums sind im Zusammenhang mit dem Terrorakt insgesamt fünf Verdächtige festgenommen worden.

Überlebende berichteten, sie hätten sich stundenlang tot gestellt, um den Angreifern zu entgehen. Diese sollen gezielt christliche Studierende getötet haben, Muslime seien frei gelassen worden.

Die Stadt Garissa ist von der Grenze zu Somalia nur etwa 150 Kilometer entfernt, Kenia hat Soldaten in Somalia eingesetzt, um dort Extremisten zu bekämpfen. UN und USA verurteilten den Anschlag scharf.