Der republikanische US-Senator Rand Paul hat seine Präsidentschaftskandidatur für die Wahlen im November 2016 bekannt gegeben. "Am 7. April wird ein Anführer aufstehen und die Maschinerie Washingtons besiegen und den American Dream entfesseln", sagte er in einem Video seines Wahlkampf-Komitees.

Paul ist der zweite Politiker, der seine Kandidatur für die Nachfolge von US-Präsident Barack Obama offiziell bekannt gibt. Ende März hatte bereits der republikanische Senator Ted Cruz als Erster seine Kandidatur verkündet. Beide Politiker gelten als Vertreter der radikalen Tea-Party-Bewegung am rechten Rand der Partei.

Paul startete seinen Wahlkampf für die republikanische Nominierung mit einer Kundgebung in Louisville in seinem Heimatstaat Kentucky. "Ich habe eine Vision für Amerika. Ich möchte Teil der Rückkehr zum Wohlstand sein", sagte er dort vor jubelnden Anhängern.

Nach dem Auftritt in Louisville will Paul mit einer Tour durch jene Staaten beginnen, die in den Vorwahlen als Erste für einen Kandidaten stimmen. Die erste Vorwahl findet im Januar 2016 in Iowa statt.

Im Schatten des Vaters Ron Paul

Paul ist erst seit 2010 im Senat und damit noch in seiner ersten Amtszeit. Er dürfte versuchen, den libertären Flügel der Partei anzusprechen. Neben ihm und Cruz könnten sich bis zu 20 weitere Kandidaten um die Nominierung der republikanischen Partei bewerben. Als sicher gilt etwa die Kandidatur von Jeb Bush, Bruder des ehemaligen Präsidenten George W. Bush. Bei den Demokraten wird weiter mit Spannung beobachtet, ob und wann Ex-Außenministerin Hillary Clinton ins Rennen einsteigt.

Mit wie viel Unterstützung der republikanischen Mitte Rand Paul rechnen kann, ist schwer abzusehen. Sein Vater Ron Paul, der 16 Jahre lang Kongressabgeordneter war, hatte sich mehrfach vergeblich um eine Spitzenkandidatur der Republikaner für die Präsidentschaftswahlen beworben.