Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ist offenbar in die syrische Oasenstadt Palmyra vorgedrungen. Wie zwei Mitglieder der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldeten, kontrolliere der IS den nördlichen Teil Palmyras. Sie näherten sich damit dem Unesco-Weltkulturerbe im Süden der Stadt.

Kämpfer des IS hatten bereits im Frühjahr mehrere historische Stätten zerstört und dies im Internet dokumentiert. Der IS hatte ein Video veröffentlicht, das zeigen sollte, wie sie die Stadt Nimrud im Irak sprengten. Im Museum von Mossul zerstörten sie unter anderem antike Statuen.

US-Soldaten erschießen ranghohes IS-Mitglied

Im Versuch, den IS zu bekämpfen, haben die USA eine Spezialeinheit auf syrischem Boden eingesetzt. US-Eliteeinheiten hätten Abu Sajjaf getötet, einen ranghohen Führer der Terrormiliz, sagte US-Verteidigungsminister Ashton Carter. Abu Sajjaf sei für Öl-, Gas- und andere finanzielle Operationen des IS zuständig gewesen. Seine Frau sei bei der Aktion in Gewahrsam genommen worden. Sie stehe im Verdacht, eine wichtige Rolle bei IS-Terroraktivitäten gespielt zu haben.

Nach Darstellung des Pentagon habe Abu Sajjaf bei der nächtlichen Operation in der östlichen Stadt Al-Amr Gegenwehr geleistet, als ihn das US-Kommando gefangen nehmen wollte. Dabei sei er getötet worden. Eine jesidische Frau, die von Abu Sajjaf offensichtlich als Sklavin gehalten wurde, habe befreit werden können. US-Soldaten seien nicht verletzt worden.

Carter zufolge wurde die Operation von US-Präsident Barack Obama angeordnet. Sie wurde mit Kenntnis und Billigung der irakischen Regierung vom Irak aus gestartet. Carter wertete die Operation als weiteren bedeutenden Schlag gegen den IS.

Türkei meldet Abschuss eines syrischen Hubschraubers

Türkische Kampfflugzeuge haben einen syrischen Hubschrauber abgeschossen. Dies sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu dem türkischen Fernsehsender NTV zufolge. Der Hubschrauber sei in den türkischen Luftraum eingedrungen und nach dem Beschuss auf syrischem Territorium abgestürzt. Im syrischen Staatsfernsehen hieß es, es habe sich um eine ferngesteuerte Aufklärungsdrohne gehandelt.

Die Türkei, die Mitglied der Nato ist, teilt eine 900 Kilometer lange Grenze mit Syrien. Dort sind auch Patriot-Luftabwehrraketen der Bundeswehr stationiert, die den türkischen Streitkräften bei der Verteidigung ihres Luftraums helfen sollen.