Israelische Kampfflugzeuge haben mehrere Objekte im Gazastreifen beschossen. Anlass der Militäraktion war der Einschlag einer Rakete aus de Küstengebiet in Südisrael, die aber keinen Schaden anrichtete. Auch die Luftangriffe sollen ersten Informationen nach keine Schäden verursacht haben.      

Augenzeugen schilderten, das Militär habe Camps des Islamischen Dschihads in Rafah, Khan Yunis und Gaza Stadt getroffen. Ein Armeesprecher sagte, das Gebiet der Hamas werde für Angriffe auf Israel genutzt, das sei nicht akzeptabel und werde Konsequenzen haben. Israel machte aber die Hamas bisher nicht direkt für diesen Raketeneinschlag verantwortlich.

Verteidigungsminister Mosche Jaalon sagte, Israel werde keine Rückkehr zu regulärem Beschuss aus dem Gazastreifen dulden. Wenn die Ruhe nicht zurückkehre, würden die Bewohner des Palästinensergebietes einen hohen Preis zu zahlen haben. Er ergänzte, die Hamas seien für alle gegen Israel vom Gazastreifen aus geführten Kampfhandlungen verantwortlich.  

Die Hamas bekannten sich bisher nicht zu dem Raketenbeschuss. Ein Vertreter der Palästinenser sagte, Unbekannte seien verantwortlich. Medien zitierten einen Hamas-Vertreter, der rivalisierende Palästinensergruppen als Hintergrund der Attacke vermutete. Im Norden des Gazastreifens führe zudem ein neuer Befehlshaber das Kommando, dessen Anhänger zwei Mitglieder einer rivalisierenden Truppe gekidnappt hätten. Die habe sich dann entschlossen, die Rakete auf Israel abzufeuern.

Israel und die Palästinenser hatten im Sommer 2014 einen 50-tägigen Krieg geführt, an dessen Ende eine unbefristete Waffenruhe vereinbart worden war. Durch den Krieg waren mehr als 2.100 Palästinenser und mehr als 70 Israelis gestorben.

Seitdem gab es vereinzelte Raketen- und Mörserangriffe auf den Süden Israels. Als Antwort auf eine solche Attacke flog Israels Armee im Dezember einen Angriff auf eine Hamas-Ausbildungsstätte. Auch im April hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben.  

Die militante Palästinenserorganisation steht seit Längerem in der Kritik von Menschenrechtsorganisationen. In einem neuen Bericht warf Amnesty International der Hamas Hinrichtungen und Folter vor.