Die regierungsnahe russische Rockergruppe Nachtwölfe ist auf ihrem Weg von Moskau nach Berlin in Wien angekommen, um dort an einem Monument für die Rote Armee einen Kranz niederzulegen. Begleitet von mehr als einem Dutzend Unterstützern fuhren zwei Mitglieder der Gruppe im Zentrum Wiens vor das Denkmal, um das Gebinde in Gedenken an die Befreiung Wiens durch die sowjetischen Soldaten abzulegen.

Der Motorradclub hatte angekündigt, zum 70. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland in die deutsche Hauptstadt zu fahren. Die Fahrt soll am 9. Mai in Berlin enden – dem Tag, der in Russland als Siegesdatum der Roten Armee gilt.

Mehrere Regierungen in Europa haben die Pläne der Nachtwölfe kritisiert. Polen verweigerte den Bikern aufgrund der Spannungen wegen des Ukraine-Konflikts mit Russland gar den Eintritt ins Land.

Auch in Deutschland sind sie nach Angaben der Bundesregierung nicht willkommen. Die Rockergruppe unterstützt die Annexion der vormals ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim durch Russland im März 2014 und soll auch auf der Seite der prorussischen Separatisten in der Ostukraine stehen.