Die USA haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums bei einem Luftangriff im Nordirak ein führendes Mitglied der Extremistengruppe "Islamischer Staat" (IS) getötet. Ali Auni al-Harsi sei am 15. Juni bei einem Angriff in der Stadt Mossul gestorben, teilte das Ministerium mit. Er sei im Zusammenhang mit dem Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi vom September 2012 eine sogenannte Person von besonderem Interesse ("person of interest") gewesen. Al-Harsis Tötung erschwere es dem IS zudem, Dschihadisten aus Nordafrika in seine Milizen in Syrien und im Irak zu integrieren.

Die USA hatten für Hinweise, die zur Ergreifung des gebürtigen Tunesiers führen, eine Belohnung von bis zu drei Millionen Dollar ausgesetzt. Das US-amerikanische Militär hatte erst vor rund einer Woche die Nummer zwei des Extremistennetzwerks Al-Kaida mit einem Drohnenangriff getötet.

Unterdessen nahmen kurdische Kämpfer nach eigenen Angaben eine Armeebasis im Herrschaftsgebiet des "Islamischen Staates" in Syrien ein. Mit Unterstützung durch US-Luftangriffe und mithilfe syrischer Aufständischer sei es gelungen, bis auf etwa 50 Kilometer Entfernung an die Stadt Rakka heranzurücken und die Militärbasis zu erobern, erklärte ein Sprecher. Rakka ist die De-facto-Hauptstadt der Islamisten. Die Armeebasis Liwa 93 hatte der IS vor einem Jahr von der syrischen Armee erobert. Der Erfolg der Kurden zeige, dass die Extremisten auch in ihrer Hochburg stark unter Druck gerieten, sagte der Chef der oppositionsnahen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdulrahman.