Durch einen Anschlag des "Islamischen Staats" (IS) sind am Montagabend in Jemens Hauptstadt Sanaa 28 Menschen getötet worden. Ziel der Autobombe seien die Häuser mehrerer Huthi-Führer gewesen, sagte ein Huthi-Sprecher. In dem Haus von Faisal und Hamid Dschajasch seien zu dem Zeitpunkt viele Menschen zu einer Trauerfeier für einen Verwandten versammelt gewesen.

Der IS bekannte sich in einer Mitteilung über den Kurznachrichtendienst Twitter zu dem Anschlag, wie das auf die Beobachtung von Terrororganisationen spezialisierte Unternehmen Site erklärte.

Bei den Kämpfen im Jemen stehen sich die schiitischen Huthi-Rebellen und Einheiten des ins Exil vertriebenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi gegenüber. Im September hatten die Huthis die Hauptstadt Sanaa erobert, im März begann dann eine von Saudi-Arabien geführte und den USA unterstützte Koalition mit Luftangriffen auf die Rebellen.

Die Bevölkerung des Jemens ist mit 26 Millionen Einwohnern fast so groß wie die Saudi-Arabiens (27,3 Millionen), allerdings im Durchschnitt deutlich jünger.