Die türkische Regierung will nach dem Anschlag von Suruç eine Mauer an der Grenze zu Syrien errichten. "Es ist entscheidend, die Reiserouten der Terroristen zu unterbrechen", sagte der stellvertretende Premierminister Bülent Arınç. Kritische Grenzabschnitte seien identifiziert worden. Entlang diesen würden Maßnahmen getroffen werden – "mit allen technologischen Möglichkeiten".

In der türkischen Grenzstadt Suruç waren am Montag 30 Menschen getötet und 100 verletzt worden. Der Premier des Landes, Ahmet Davutoğlu, sagte, dass vermutlich ein Mitglied des IS den Anschlag verübt habe. "Die Türkei hat die nötigen Maßnahmen gegen den IS ergriffen und wir dies weiterhin tun", sagte Davutoğlu. Die Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze würden zunehmen.

Zu diesen gehöre unter anderem eine 150 Kilometer lange, modulare Mauer, berichtet Reuters. Sie könnte in Teile zerlegt und an anderen Orten wieder aufgebaut werden. Auch würde an weiteren Grenzabschnitten Drahtzaun errichtet. Hurriyet berichtet von einem neuen 90 Kilometer langen Zaun.

Ein Militärangehöriger sagte, dass entlang der Grenze Flutlichter installiert und Straßen für Sicherheitskräfte ausgebessert werden sollen. 90 Prozent der türkischen Drohnen und Aufklärungsflugzeuge würden bereits entlang der Grenze zu Syrien eingesetzt werden.

In einem Telefonat mit seinem türkischen Kollegen, Recep Tayyip Erdoğan, versprach US-Präsident Barack Obama, das Land zu unterstützen. Gemeinsam werde daran gearbeitet, den Strom ausländischer Kämpfer einzudämmen, teilte die US-Regierung mit.

Tausende Islamisten reisen über die Türkei nach Syrien und in den Irak. Dort kämpfen sie für den IS.