Bei einem Selbstmordanschlag in der osttürkischen Provinz Ağrı sind zwei Militärpolizisten getötet und 24 weitere verletzt worden. Der Angreifer habe in der Kleinstadt Doğubeyazıt einen mit Sprengstoff beladenen Traktor zum örtlichen Armeestützpunkt gesteuert und zur Explosion gebracht, teilten örtliche Behörden mit. Der Provinzgouverneur machte die kurdische Arbeiterpartei PKK für den Anschlag verantwortlich.

Bei einem weiteren Sprengstoffattentat in der Provinz Mardin im türkischen Teil Mesopotamiens wurde ein türkischer Soldat getötet und mindestens acht verletzt. Die Soldaten seien in einem Fahrzeug der Armee auf eine zuvor verlegte Mine gefahren, berichtet die türkische Nachrichtenagentur DHA. Mardin liegt anders als Doğubeyazıt nur wenige Kilometer entfernt von der türkisch-syrischen Grenze. Die PKK bekannte sich zu keinem der beiden Angriffe.

Der Konflikt zwischen der türkischen Regierung und der Arbeiterpartei war vorige Woche erneut eskaliert, nachdem die Türkei den Friedensprozess aufgekündigt hatte. Parallel zu den Luftangriffen auf die Terrororganisation IS begannen türkische Streitkräfte eine Luftoffensive gegen Stellungen der PKK im Nordirak und der Türkei.

Die PKK reagierte mit einer Reihe von Anschlägen auf die Luftangriffe. Mindestens 24 Menschen wurden auf türkischer Seite bei den Attacken getötet, laut kurdischen Quellen wurden bei den Luftangriffen bislang 260 PKK-Kämpfer getötet.