Die rechtsextreme französische Politikerin Marine Le Pen hat eine Teilnahme an der Dresdner Pegida-Kundgebung ausgeschlossen. Sie habe keine Einladung von Pegida erhalten und würde diese auch stets absagen, erfuhr ZEIT ONLINE aus dem Umfeld der Chefin des Front National

Pegida-Chef Lutz Bachmann plant zum einjährigen Bestehen für den 19. Oktober eine Großdemonstration seiner antiislamischen Pegida-Bewegung in Dresden und hatte sich dafür die Teilnahme mehrerer rechter Politiker aus anderen europäischen Ländern erhofft. Neben Le Pen wollte er auch Ungarns Regierungschef Viktor Orbán und den österreichischen Rechtspopulisten Heinz-Christian Strache gewinnen.

Damit will Pegida wieder mehr Aufmerksamkeit gewinnen. Die Organisatoren hatten bereits den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders eingeladen, der im April auch nach Dresden gekommen war. Allerdings nicht mit dem erhofften Erfolg: Bis zu 30.000 Teilnehmer hatte die antiislamische Bewegung erwartet, tatsächlich kamen aber nur einige Tausend Menschen zu dem Auftritt.

Die Pegida-Bewegung hat seit ihrer Spaltung im Januar zwar an Unterstützung verloren. Aber noch immer laufen regelmäßig Tausende Demonstranten durch Dresden. Nach Angaben der Sächsischen Zeitung sind es derzeit mindestens 4.000 Teilnehmer pro Veranstaltung.