US-Präsident Barack Obama hat einen Rücktritt von Syriens Machthaber Baschar al-Assad gefordert. "Nach so viel Blutvergießen kann es kein Zurück mehr geben zum Stand
vor dem Krieg", sagte Obama zur Zukunft Syriens. Deshalb müsse eine Übergangsregierung die
Macht übernehmen, die alle Syrer repräsentiere.
Mit dieser Forderung
grenzte sich Obama von Russland und dem Iran ab, die Assad im Amt halten
wollen. Zugleich betonte Obama, dass die USA "mit jedem" zusammenarbeiten würden, um den Konflikt zu lösen. Auch mit Russland und dem Iran. Am Abend wird Obama dazu mit Russlands Präsident Putin zusammenkommen.
"Wir brauchen einen Kompromiss", sagte Obama. Dabei sei aber auch klar, dass eine Zukunft Syriens nur ohne den "Tyrannen" Assad möglich sei. Dieser werfe Fassbomben auf Kinder und setze Chemiewaffen und das Militär gegen die Bevölkerung ein. "Wenn ein Diktator Zehntausende seines eigenen Volkes abschlachtet, ist das nicht nur Sache der inneren Angelegenheiten eines Landes."
Kritik an Krim-Annexion
In seiner Rede betonte Obama auch noch einmal die Unrechtmäßigkeit der Krim-Annexion durch Russland. "Wir können nicht einfach danebenstehen, wenn die Unabhängigkeit und Integrität der Ukraine schamlos verletzt werden." Wenn dies in der Ukraine geschehe, könne es auch in jedem anderen Land passieren.
Statt des aggressiven Vorgehens hätte Russland lieber auf Diplomatie setzen sollen. Das wäre besser für alle Beteiligten gewesen. So habe sich Russland nur selbst geschadet: Die Ukraine strebe stärker nach Westen, der Rubel sei gefallen, gut ausgebildete Menschen würden das Land verlassen.
Zugleich sagte Obama aber auch, dass Russland nicht isoliert werden dürfe. "Das wollen wir nicht. Wir wollen ein starkes Russland." Die Welt dürfe nicht in alte Konflikte zurückfallen. Er werde nicht zögern, die "größte Streitmacht der Erde" zum Schutz seines Landes und von Verbündeten einzusetzen. Es sei aber auch klar, dass eine neue Zeit angebrochen sei, in der es nicht mehr nur um Rivalitäten zwischen Nationen und Ideologien, sondern um die gemeinsame Bearbeitung von Konflikten gehe. "Die USA können die Probleme nicht alleine lösen", sagte Obama. Das habe man im Irak gelernt. "Wenn wir nicht kooperieren, werden wir keinen Erfolg haben. Macht alleine kann Ordnung nicht herstellen."
US-Präsident Barack Obama hat einen Rücktritt von Syriens Machthaber Baschar al-Assad gefordert. "Nach so viel Blutvergießen kann es kein Zurück mehr geben zum Stand
vor dem Krieg", sagte Obama zur Zukunft Syriens. Deshalb müsse eine Übergangsregierung die
Macht übernehmen, die alle Syrer repräsentiere.
Mit dieser Forderung
grenzte sich Obama von Russland und dem Iran ab, die Assad im Amt halten
wollen. Zugleich betonte Obama, dass die USA "mit jedem" zusammenarbeiten würden, um den Konflikt zu lösen. Auch mit Russland und dem Iran. Am Abend wird Obama dazu mit Russlands Präsident Putin zusammenkommen.