Der erste der 17 republikanischen Präsidentschaftsbewerber gibt auf. Rick Perry erklärte bei einer Rede vor Konservativen in St. Louis, er wolle seinen Kampf um das Weiße Haus aufgeben. "Einige Dinge sind klar geworden", sagte der 65-Jährige. "Wir haben ein riesengroßes Feld an Kandidaten. Ich trete in der Gewissheit zur Seite, dass unsere Partei in guten Händen ist, solange wir auf unsere Basis hören."

Perry ist der am längsten regierende Gouverneur von Texas in der Geschichte des US-Staates. Im Wahlkampf war er gegen Kandidaten wie Donald Trump und Jeb Bush aber blass geblieben. Bereits vor der Präsidentschaftswahl 2012 war Perry bei den republikanischen Vorwahlen gescheitert.

Trump, der den Wahlkampf mit reißerischen Aussagen dominiert, hatte Perrys Kampagnenchef in dem wichtigen US-Staat Iowa in sein Team geholt. Zuvor musste Perry Stabsmitarbeiter beurlauben, weil er nicht ausreichend Spendengelder für seine Kampagne hatte. Trump hatte sich wiederholt über ihn lustig gemacht und beispielsweise behauptet, Perry trage neuerdings eine Brille, um intelligenter zu wirken.

Das republikanische Bewerberfeld ist eines der größten seit vielen Jahren. Parteistrategen befürchten, dass sich die Kandidaten gegenseitig marginalisieren und die große Zahl den parteiinternen Wahlkampf deutlich erschwert.

Die Präsidentschaftswahl findet im November 2016 statt. Amtsinhaber Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Bei Obamas Demokraten gilt die frühere Außenministerin Hillary Clinton als Favoritin. Beide Parteien bestimmen ab Anfang 2016 in Vorwahlen ihre Kandidaten.