Donald Trump hat eine von den Republikanern unabhängige Kandidatur auf die US-Präsidentschaft ausgeschlossen. Der Milliardär und derzeitige Favorit auf die Nominierung der Republikanischen Partei unterschrieb ein Dokument, in dem er das Antreten für eine dritte Partei ausschließt. Trump präsentierte die Erklärung im New Yorker Trump Tower.

Der beste Weg sei, dass er einfach die republikanische Kandidatur gewinne, sagte Trump nach einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Republikanischen Nationalkomitees, Reince Priebus. "Deshalb werde ich der Republikanischen Partei und den konservativen Grundsätzen, für die sie steht, meine absolute Loyalität versprechen", sagte er.

Die Republikaner wollten mit dem Gelöbnis eine Drittparteibewerbung von Donald Trump verhindern. Trump hatte damit gedroht, als unabhängiger Kandidat anzutreten, sollte er nicht von seiner Partei nominiert werden. Das würde es für die Republikaner deutlich schwieriger machen, 2016 das Weiße Haus zurückzuerobern. Als unabhängiger Kandidat würde er das republikanische Lager vermutlich spalten.

Trump führt derzeit deutlich in Umfragen. Einer am Donnerstag veröffentlichten Erhebung der Monmouth University zufolge kommt er aktuell auf 30 Prozent – ein neuer Höchstwert. Mit deutlichem Abstand folgt der Neurochirurg Ben Carson, den die Meinungsforscher bei 18 Prozent sehen. Der lange als Favorit gehandelte Ex-Gouverneur von Florida, Jeb Bush, hinkt mit acht Prozent klar hinterher.

Trump schlachtet vor allem das Thema illegale Einwanderung populistisch aus und profiliert sich als Alternative zur politischen Elite in Washington. Bei seiner Pressekonferenz betonte der Milliardär, dass er seinen Wahlkampf komplett selbst finanziere und anders als Bush nicht von "Lobbyisten und Spendern" abhängig sei.

Auch andere der insgesamt 17 Kandidaten unterschrieben das Dokument, darunter Jeb Bush und John Kasich. In dem Schreiben müssen die Bewerber versprechen, den republikanischen Präsidentschaftskandidaten zu unterstützen, egal, wer es ist. Zugleich müssen sie zusagen, nicht als unabhängiger Kandidat anzutreten oder die Nominierung durch eine andere Partei anzunehmen.

Rechtlich bindend ist die Erklärung nicht.  Auf die Frage, was er für die jetzt abgegebene Erklärung bekommen habe, sagte Trump: "Nichts. Ich habe gar nichts dafür bekommen." Er fügte hinzu: "Ich werde von niemand anderem kontrolliert als vom Volk der Vereinigten Staaten von Amerika."