Die USA haben vor wachsendem Antisemitismus in Europa gewarnt. In seinem Bericht zur Religionsfreiheit in der Welt kritisiert das Außenministerium, dass die Feindseligkeit gegenüber Juden in Deutschland, Frankreich und anderen westeuropäischen Ländern im vergangenen Jahr zugenommen habe.

Der US-Sondergesandte für Religionsfreiheit, David Saperstein, sagte, dass insbesondere die Grenzen zwischen Kritik an der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen im Sommer 2014 und antisemitischen Äußerungen verschwommen seien. So hätten in Deutschland die Attacken auf jüdische Einrichtungen und Juden während der Proteste gegen die Gaza-Offensive zugenommen, heißt es in dem Bericht.

Die Vereinigten Staaten prangerten in dem jährlich vorgelegten Bericht auch die Unterdrückung religiöser Minderheiten in Syrien und im Irak durch die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) an.  Die Betroffenen, darunter viele Jesiden und Christen, hätten die Wahl zwischen "Bekehrung, Sklaverei oder Tod" gehabt, sagte US-Außenminister John Kerry. "Religiöse Minderheiten wurden gezielt getötet."