Die US-geführte Allianz ändert ihre Strategie im Kampf gegen den "Islamischen Staat" in Syrien. Laut einem Bericht der New York Times plant die Allianz eine Offensive auf die Region um die nordöstliche syrische Stadt Rakka. Sie gilt als wichtigste Stadt der Terrormiliz in Syrien.

US-Präsident Barack Obama habe vergangene Woche zwei wichtige Schritte eingeleitet, zitiert die NYT  Regierungsvertreter. Er habe dem Pentagon zum ersten Mal angeordnet, die syrische Opposition direkt mit Munition und vielleicht auch mit Waffen zu versorgen. Außerdem unterstütze er die Idee einer verstärkten Luftoffensive von einem Stützpunkt in der Türkei aus. Die Details dafür müssten noch ausgearbeitet werden.

Obama hatte am Freitag angekündigt, die neuen Schritte setzten vor allem auf arabische Kämpfer, deren Kommandeure vom US-Militär und von kurdischen Kämpfern ausgesucht würden. Die geplanten Maßnahmen sollen 3.000 bis 5.000 arabische Kämpfer unterstützen, die sich 20.000 Kurden anschließen sollen.

Die amerikanische Offensive werde weit entfernt von den russischen Luftschlägen stattfinden. Im Gegensatz zur russischen Offensive, die sich nach Ansicht der US-Regierung vor allem gegen syrische Oppositionelle richte, werde die nördliche US-Front gezielt den IS attackieren, sagten Regierungsvertreter.

Die russische Armee hatte am Wochenende bekannt gegeben, ebenfalls Angriffe auf Rakka und in der Provinz Idlib im Nordwesten des Landes geflogen zu haben. Vier Kommandoposten mit bunkerbrechenden Bomben seien zerstört worden, hieß es in der Erklärung des Verteidigungsministeriums in Moskau. Nach Angaben der in Großbritannien ansässigen oppositionellen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte jedoch galten die russischen Bombardements am Sonntag Zielen im Westen Syriens.