Bis zu 650 Bundeswehrsoldaten sollen zur Friedenssicherung in Mali in Westafrika eingesetzt werden. Damit solle Frankreich für den Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" entlastet werden, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nach einer Sitzung des Verteidigungsausschusses des Bundestags in Berlin.

Von der Leyen hatte bereits bei einem Treffen der Verteidigungsminister in Brüssel nach den Pariser Anschlägen vom 13. November Frankreich zugesichert, das deutsche Engagement in Mali auszubauen.

Außerdem soll der Bundeswehreinsatz zur Ausbildung der kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Irak ausgeweitet werden: von bisher bis zu 100 dann auf 150 Soldaten. Beiden Einsätzen muss der Bundestag noch zustimmen. 

Bisher sind 200 Bundeswehrsoldaten an der EU-Ausbildungsmission im Süden Malis beteiligt. An der deutlich gefährlicheren UN-Mission zur Friedenssicherung im Norden des Wüstenstaates nehmen dagegen derzeit nur zehn deutsche Soldaten im Hauptquartier in der Hauptstadt Bamako teil. Künftig sollen bis zu 650 Soldaten zur Durchsetzung eines Friedensabkommens zwischen der malischen Regierung und Aufständischen im Norden beitragen. 

Nordmali war vor drei Jahren vorübergehend von islamistischen Kämpfern erobert worden, sie wurden durch eine Intervention der ehemaligen Kolonialmacht Frankreichs zurückgedrängt.