Die französische Luftwaffe hat ein von der Terrororganisation "Islamischer Staat" betriebenes Kommandozentrum im Westen der irakischen Stadt Mossul attackiert. Die Angriffe hätten einer IS-Zentrale in Tal Afar gegolten, sagte ein französischer Regierungsvertreter in Washington. Dort war Präsident François Hollande kurz zuvor mit seinem US-Kollegen Barack Obama zusammengetroffen. Das französische Verteidigungsministerium teilte später mit, dass auch ein Ausbildungslager der Dschihadisten angegriffen worden sei.

Die Kampfjets vom Typ Rafale starteten demnach vom Flugzeugträger Charles de Gaulle, den das französische Militär nach den Anschlägen von Paris in das östliche Mittelmeer verlegt hatte. An dem fünfstündigen Einsatz seien auch US-Kampfflugzeuge beteiligt gewesen.

Hollande vereinbarte mit US-Präsident Barack Obama bei einem Treffen im Weißen Haus eine Verstärkung der Luftangriffe auf die IS-Miliz in Syrien und im Irak.

Der Kampf gegen die IS-Miliz stand auch im Mittelpunkt des Treffens des französischen Verteidigungsministers Jean-Yves Le Drian mit seinem US-Kollegen Ashton Carter in Washington. Frankreich und die USA würden ihre Luftangriffe verdichten und Informationen über Ziele austauschen, sagte ein Pentagon-Sprecher. Einzelheiten zu der geplanten Ausweitung der Angriffe nannte er nicht.