Migranten, die in Haftlagern in Libyen festgehalten werden, haben den Vereinten Nationen zufolge unter massiver Folter und Übergriffen zu leiden. Die Opfer würden etwa mit Metallstangen und Kabeln ausgepeitscht und bekämen in den überfüllten Anstalten nicht genügend Trinkwasser, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der UN-Mission in dem nordafrikanischen Land. Sie seien zudem rassistischen Angriffen ausgesetzt. Die Zustände in den Gefangenenlagern seien inhuman, teilte die UN mit.

Tausende Flüchtlinge haben sich in den vergangenen Monaten von Libyen aus auf die lebensgefährliche Überfahrt nach Europa begeben. Viele landen jedoch in Haftlagern, die von den libyschen Einwanderungsbehörden oder auch von bewaffneten Milizengruppen betrieben werden.

Die UN und andere Gruppen warnen seit Langem, dass das politische Chaos im von zwei rivalisierenden Regierungen beherrschten Libyen die Aktivitäten von Menschenschmugglern begünstige.