Die ägyptischen Behörden lassen nach Angaben der Fluggesellschaft easyJet derzeit keine britischen Flugzeuge im Badeort Scharm al-Scheich landen, die Touristen zurück in die Heimat fliegen sollen. Die Fluggesellschaft Monarch teilte mit, dass ihre fünf geplanten Flüge voraussichtlich stattfinden würden. Auch British Airways erklärte, es laufe alles nach Plan.  

Landungen von Maschinen britischer Airlines in dem ägyptischen Badeort seien derzeit ausgesetzt, teilte easyJet mit. Zwei easyJet-Maschinen konnten dennoch in Scharm al-Scheich starten, um Touristen nach London zu bringen. An Bord waren dem Unternehmen zufolge rund 340 Passagiere. In der Region sollen bis zu 20.000 Briten gestrandet sein. Die übrigen acht von zehn für Freitag geplanten Flüge würden ausfallen, teilte easyJet mit. 

Ursprünglich sollten mit den zehn easyJet-Maschinen die nach dem Flugzeugabsturz über dem Sinai gestrandeten Touristen aus dem Urlaubsort am Roten Meer nach Großbritannien gebracht werden.

Nach dem Absturz des russischen Passagierflugzeugs am vergangenen Samstag waren alle Flugverbindungen aus der Urlaubsregion am Roten Meer nach Großbritannien ausgesetzt worden. Die Urlauber sollten ab Freitag nach und nach heimgeholt werden. Am Flughafen von Scharm al-Scheich warteten Dutzende Briten und Hunderte Russen auf ihre Ausreise.

Die russische Maschine, ein Airbus A321, war kurz nach dem Start in Scharm al-Scheich auf dem Weg nach St. Petersburg über der Sinaihalbinsel abgestürzt. Alle 224 Insassen, die meisten davon russische Urlauber, starben. Der ägyptische Ableger der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) erklärte, er habe die Maschine zum Absturz gebracht. Großbritannien und die USA halten es für wahrscheinlich, dass in der Maschine eine Bombe explodierte.