Der Tod von Helmut Schmidt löst Betroffenheit in der Welt aus. Auch die USA würdigten den verstorbenen Altkanzler. Seine prinzipientreue Herangehensweise bei der Förderung der Entspannungspolitik habe ihm breite Bewunderung eingebracht, teilte das Weiße Haus mit. Zugleich habe sich Schmidt standhaft gegen Aggression und Verletzungen der fundamentalen Freiheiten und Menschenrechte gewandt.

US-Außenminister John Kerry sagte, Schmidt habe die Bundesrepublik "durch einige ihrer entscheidenden Jahre" geführt. Der Altkanzler habe zudem dabei geholfen, "Deutschland in eine selbstbewusste politische und wirtschaftliche Macht im Herzen Europas zu verwandeln".

Der ehemalige Außenminister Henry Kissinger bezeichnete Schmidt in einem ARD-Interview als "einen der größten deutschen Staatsmänner". "Helmut war ein Vorbild. Die Welt wird ihn vermissen", sagte er.

Schmidt war am Dienstag zu Hause in Hamburg im Alter von 96 Jahren im Kreise seiner Familie gestorben.