Syriens Präsident Baschar al-Assad hat die Angriffe der britischen Luftwaffe in seinem Land als illegal bezeichnet. Der Einsatz sei schädlich und werde den Terrorismus fördern, sagte Assad der britischen Sonntagszeitung The Sunday Times. Um den "Islamischen Staat" zu besiegen, reichten Luftangriffe nicht aus. Die Staaten müssten mit der syrischen Regierung und Öffentlichkeit zusammenarbeiten, forderte Assad.

Um zu beschreiben, welche Wirkung ein Militäreinsatz in Syrien habe, nutzte Assad eine Metapher. Den Terrorismus beschrieb er als Krebsgeschwür. "Man kann nicht nur einen Teil des Krebses herausschneiden", sagte er. "Man muss ihn herausholen." Mehr Militär in Syrien würde dazu führen, dass der Krebs sich "schneller im Körper ausbreitet".

Das britische Parlament hatte am Mittwoch dafür gestimmt, sich an Luftangriffen gegen den IS zu beteiligen. Am Donnerstag begann das britische Militär, Stellungen des IS in Syrien anzugreifen. Auch die Bundeswehr hat sich dem Militärbündnis angeschlossen. So wurde die deutsche Fregatte Augsburg dem französischen Militärkommando unterstellt. Sie begleitet den Flugzeugträger Charles de Gaulle, von dem aus die Luftwaffe Frankreichs Angriffe gegen den IS fliegt.