In Mali kehrt keine Ruhe ein: Bewaffnete haben die Militärmission der Europäischen Union in der Hauptstadt Bamako attackiert. Beim anschließenden Gegenschlag der Streitkräfte wurde nach Angaben der malischen Spezialeinheit mindestens ein Angreifer getötet. Nach drei weiteren Verdächtigen wird noch gefahndet.

Laut der Polizei, drangen Bewaffnete in ein Luxushotel ein, in dem die Mission ihr Hauptquartier aufgeschlagen hatte. Die EU-Mission bestätigte die Attacke über Twitter. Es sei kein Mitarbeiter verletzt worden. Einsatzkräfte sicherten die Umgebung ab. Zu dem Angriff hat sich bisher niemand bekannt.

Die EU hatte die Militärausbildungsmission im Februar 2013 auf Bitte der Regierung in Bamako gestartet, um die malischen Streitkräfte zu unterstützen. Das Training findet nordöstlich der Hauptstadt in dem Ort Koulikoro statt.

Im relativ sicheren Süden Malis bilden derzeit etwa 200 Bundeswehr-Angehörige im Rahmen einer EU-Mission malische Soldaten aus. Darüber hinaus soll sich die Bundeswehr im gefährlicheren Norden mit künftig bis zu 650 Soldaten an der UN-Friedensmission beteiligen.  

Vor rund vier Monaten hatten Dschihadisten in Bamako ein Hotel angegriffen und 20 Menschen getötet. Zu dem Anschlag bekannte sich Al-Kaida im Islamischen Maghreb. Im Januar hatten Extremisten in der Hauptstadt von Burkina Faso, Ouagadougou, ein Café und ein Hotel attackiert und mindestens 30 Menschen getötet. Vergangene Woche waren bei einem Anschlag an einem Strand der Elfenbeinküste mindestens 19 Menschen getötet worden. Auch zu diesem Angriff bekannte sich Al-Kaida im Islamischen Maghreb.