Bernie Sanders entlässt Hunderte Wahlkämpfer. Das kündigte der demokratische US-Präsidentschaftskandidat nach den jüngsten Vorwahlen an. Mit diesen Ergebnissen liegt er deutlich hinter seiner Konkurrentin Hillary Clinton.

Sanders wolle sich ganz auf die Vorwahl in Kalifornien Anfang Juni konzentrieren, zitierte ihn die New York Times. Daher benötige er in den anderen Bundesstaaten keine Mitarbeiter mehr. Er wolle aber nicht aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur aussteigen.

"Wir wollen so viele Delegierte gewinnen wie möglich, und dazu brauchen wir Mitarbeiter in den Staaten im ganzen Land", sagte er. "Wir brauchen derzeit keine Leute in Connecticut. Die Wahl ist vorüber. Wir brauchen sie nicht in Maryland. Also verteilen wir unsere Ressourcen auf die 14 verbliebenen Staaten, und das heißt auch, dass wir unser Personal reduzieren werden."

Ex-Außenministerin Clinton ist die Nominierung für die Präsidentenwahl im November nach ihren jüngsten Vorwahl-Siegen kaum noch zu nehmen. Einige Vorwahlen stehen allerdings noch aus. Dabei können fast die Hälfte der noch nicht vergebenen Delegiertenstimmen allein im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Kalifornien geholt werden.

Bei den Republikanern liegt der Milliardär Donald Trump in Führung. Sein Rivale Ted Cruz kündigte an, die ehemalige Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina als Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten aufzustellen, sollte er von seiner Partei nominiert werden. Cruz hofft, dass Trump bis zum Parteitag nicht genügend Delegiertenstimmen zusammenbekommt und sich dann einer Kampfabstimmung stellen muss.