Die Konfrontation mit einer Reporterin hat für den Wahlkampfmanager von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump keine juristischen Konsequenzen. Mangels Beweisen werde keine Anklage wegen Körperverletzung gegen Corey Lewandowski erhoben, sagte Dave Aronberg, Staatsanwalt im Bezirk Palm Beach County in Florida.

Lewandowskis Verhalten sei zwar nicht kriminell gewesen, doch hätte die Situation auf einfache Weise entschärft werden können. "In so einem Fall ermuntern wir zu einer Entschuldigung. Hätte es zu Beginn des Ganzen eine Entschuldigung gegeben, hätten wir uns den ganzen Strafverfolgungsprozess sparen können."

Im März hatte die Polizei der Stadt Jupiter nach Prüfung eines Videos von der Auseinandersetzung Strafanzeige gegen Trumps Kampagnenmanager gestellt. Auf der Aufnahme ist zu sehen, wie Lewandowski am 8. März die Reporterin Michelle Fields kurz und heftig am Arm packte, als sie Trump während seines Wahlkampfauftritts interviewen wollte. Ermittlungen hätten ergeben, dass Lewandowski sie "wegziehen" wollte, hieß es von Seiten der Staatsanwaltschaft.

Lewandowski wurde nach dem Vorfall vorübergehend festgenommen. Er bestritt, Fields am Arm gepackt zu haben. Trump verteidigte seinen engen Mitarbeiter und wies Forderungen nach einer Entlassung seines Wahlkampfmanagers zurück. Stattdessen attackierte der US-Präsidentschaftskandidat die Reporterin Fields und warf ihr Übertreibung vor. Fields twitterte daraufhin ein Foto von ihrem zerschrammten Vorderarm und erklärte, sie sei von Lewandowski zurückgezerrt worden.

Für Trump ist die Entscheidung des Staatsanwalts ein Sieg. Seine Wahlkampfzentrale begrüßte die Entscheidung. "Der Fall ist jetzt abgeschlossen", hieß es in einer Erklärung.