Bei einem Bombenanschlag im mehrheitlich kurdischen Südosten der Türkei sind fünf türkische Soldaten und ein Polizist getötet worden. Sie gehörten einer Spezialeinheit an, die an einem Militäreinsatz in der Stadt Nusaybin in der Provinz Mardin beteiligt war, wie die Nachrichtenagenturen Dogan und Anadolu berichteten. Für den Anschlag wurden Kämpfer der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verantwortlich gemacht.

Erst am Donnerstag waren bei einem Anschlag auf einen Polizeibus in der Kurdenhochburg Diyarbakır sieben Polizisten getötet und 23 weitere Menschen verletzt worden. Diyarbakır ist die größte Stadt in den kurdischen Gebieten und seit Langem ein Unruheherd. Polizei und Armee gehen seit Monaten in den kurdischen Städten im Südosten Anatoliens mit großer Härte gegen Guerillakämpfer der PKK vor.

Der Kurdenkonflikt in der Türkei war im Juli nach zwei Jahren relativer Ruhe wieder eskaliert. In Diyarbakır und anderen kurdischen Städten gibt es seitdem heftige Straßenkämpfe mit zahlreichen Opfern auf beiden Seiten. Die Regierung hat angekündigt, die PKK zu zerschlagen. Die türkische Luftwaffe fliegt regelmäßig Angriffe auf die Lager der PKK in den Bergen im Nordirak, doch hält die Gewalt weiter an.