Die Kämpfe in der Ostukraine werden wieder intensiver. Offiziell gilt in dem Gebiet Waffenstillstand, doch hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in den vergangenen Wochen zahlreiche Verstöße gegen die Feuerpause registriert. Der Leiter der OSZE-Beobachtermission, Ertuğrul Apakan, sprach von der "höchsten Zahl an Verstößen seit Monaten".

Die Verstöße hätten ein "beunruhigendes" Ausmaß erreicht, sagte Apakan. Auch schwere Waffen würden eingesetzt, die zwischenzeitlich von der Front abgezogen worden waren.

In dem Konflikt zwischen dem ukrainischen Militär und prorussischen Rebellen wurden nach UN-Angaben seit April 2014 mehr als 9.200 Menschen getötet, die meisten von ihnen waren Zivilisten. Die Regierung in Kiew und ihre westlichen Partner – darunter Deutschland, Frankreich und die USA – werfen Russland vor, die Rebellen direkt militärisch zu unterstützen, was der Kreml bestreitet.

Trotz der seit September geltenden Waffenruhe schwelt der Konflikt weiter, auch wenn die Gewalt zunächst deutlich zurückging. Die Umsetzung der Waffenruhe wird von der OSZE überwacht.