Brasilien und Argentinien wollen bei der Suche nach einer Lösung der politischen Krise in Venezuela behilflich sein. Das gab der amtierende brasilianische Außenminister José Serra nach einem Treffen mit dem argentinischen Präsidenten Mauricio Macri in Buenos Aires bekannt. Es war Serras erster Staatsbesuch, seit er sein Amt nach der Suspendierung von Präsidentin Dilma Rousseff angetreten hatte.

"Wir sind in Bezug auf Venezuela in Alarmbereitschaft", sagte Serra. Das Land befinde sich in einer kritischen Situation, in der Brasilien und Argentinien einen Weg zur Aussöhnung finden wollten.

Venezuela befindet sich in einer schweren Versorgungskrise. Obwohl das Land über die größten Ölreserven der Welt verfügt, hat es immer größere Probleme, seine Kredite zurückzuzahlen. Präsident Maduro gibt dem niedrigen Ölpreis die Schuld für die Misere. Aufgrund des Mangels hat Coca Cola seine Produktion gedrosselt. Das Unternehmen hat nicht genug Zucker, um seinen Softdrink zu produzieren. Daher gibt es vorerst nur Light-Produkte und Wasser von dem Unternehmen.

Neben erheblichen wirtschaftlichen Problemen befindet sich das Land außerdem in einer politischen Krise. Im Parlament stellt die Opposition die Mehrheit. Umfragen zeigen, dass die meisten Bürger Venezuelas Nicolás Maduro nicht mehr als ihren Präsidenten wollen. Oppositionsführer Henrique Capriles, der bei der Präsidentenwahl 2013 knapp nur verloren hatte, wirft Maduro vor, einen Staatsstreich zu planen, um ein Referendum zu seiner Abwahl zu verhindern.