Ein ranghoher Kommandeur der schiitischen Hisbollah ist in Syrien getötet worden. Mustafa Badreddine sei bei einer großen Explosion nahe dem Flughafen von Damaskus gestorben, berichtet die libanesische Miliz. Es werde untersucht, ob es sich um einen Luftangriff, einen Raketen- oder einen Artilleriebeschuss gehandelt habe. Der libanesische Fernsehsender Al Mayadeen hatte zuvor berichtet, Badreddine sei bei einem israelischen Luftangriff getötet worden. Israel reagierte zunächst nicht darauf.

Badreddine war einer der Verdächtigen im Fall des Sprengstoffattentats von 2005 auf den früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri und war vor dem Sondertribunal für den Libanon angeklagt. Das Tribunal wurde von den Vereinten Nationen unterstützt. In Kuwait war der Hisbollah-Kommandeur wegen Bombenanschlägen im Jahre 1983 zum Tode verurteilte worden, konnte aber nach dem Einmarsch des irakischen Machthabers Saddam Hussein 1990 aus dem Gefängnis entkommen.

Seit 1982 soll er an den meisten Operationen der Hisbollah beteiligt gewesen sein. Der militärische Arm der vom Iran unterstützten Miliz ist einer der schärfsten Gegner Israels und kämpft seit Beginn des Krieges in Syrien auf der Seite der Regierung von Baschar al-Assad.