Bei einer heftigen Explosion in der Stadt Diyarbakır im Südosten der Türkei sind vier Menschen getötet und 15 verletzt worden, 4 von ihnen schwer. Das türkische Innenministerium gab bekannt, bei den Opfern handele es sich um Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die Explosion habe sich ereignet, als die Kämpfer Sprengstoff auf einen gestohlenen Lastwagen geladen hätten. Das Ministerium machte keine Angaben dazu, wodurch die Explosion genau ausgelöst wurde.

Diyarbakır ist die größte Stadt in den kurdischen Gebieten und seit langem eine Unruheregion. Im Südosten der Türkei gehen die türkischen Sicherheitskräfte seit Monaten mit großer Härte gegen kurdische Rebellen vor, die wiederum regelmäßig Anschläge und Angriffe auf Polizisten und Soldaten verüben. Dabei wurden bereits Tausende Extremisten und Hunderte Zivilisten getötet. Erst am Dienstag waren bei einem Anschlag auf die Polizei in Diyarbakır drei Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt worden.

Stunden vor der Explosion in Diyarbakır waren bei einem Autobombenanschlag auf einen Militärstützpunkt in Istanbul acht Menschen verletzt worden. Eine Autobombe sei nahe dem Eingang zur Basis im Viertel Sancaktepe explodiert, als gerade ein Militärwagen vorbeigefahren sei, sagte Bezirksbürgermeister Ismail Erdem.

Verwundet wurden nach offiziellen Angaben fünf Militärangehörige und drei Zivilisten, einer von ihnen schwer. Erdem sagte, es handele sich zumeist um Schnittwunden durch zerbrochenes Glas. Die private Nachrichtenagentur Dogan zeigte Videoaufnahmen von dem brennenden Auto, in dem die Bombe platziert war. An umliegenden Gebäuden zerstörte die Wucht der Detonation die Fenster.