Russland hat das groß angelegte Militärmanöver Anakonda 2016 in Polen scharf kritisiert. Die Übung trage nicht dazu bei, eine Atmosphäre von Vertrauen und Sicherheit zu schaffen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Es gebe ein Vertrauensdefizit im Verhältnis zum Westen

An der Militärübung unter polnischer Führung nehmen neben Nato-Truppen Soldaten aus Partnerländern wie Schweden, Georgien und der Ukraine teil. Insgesamt proben dabei mehr als 31.000 Soldaten aus 24 Ländern den Verteidigungsfall. Seit 2006 wird alle zwei Jahre in Polen unter dem Motto Anakonda trainiert. 

Zum Auftakt des Manövers sollen 2.000 polnische, britische und US-amerikanische Fallschirmjäger bei Toruń abspringen. Zeitgleich zu Anakonda wird in Warschau und anderen Städten die Übung Renegade abgehalten, die sich auf die Abwehr von Anschlägen und den Einsatz bei Katastrophen konzentriert.

Die Soldaten sollen unter anderem trainieren, ein Flugzeug abzudrängen, das in gesperrten Luftraum eindringt, sowie eine Entführung zu verhindern. Das berichtete die polnische Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf den Einsatzleiter.