Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten ist Hillary Clinton auch bei der wichtigen Vorwahl in Kalifornien auf Siegeskurs. Nach Auszählung von etwa zwei Dritteln der Stimmen lag sie im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat mit ungefähr 56 zu 43 Prozent vor ihrem Rivalen Bernie Sanders, wie die Sender CNN und NBC berichteten.

Die Nominierung zur Kandidatin auf dem Parteitag der Demokraten vom 25. bis 28. Juli hat sie damit faktisch sicher. Noch vor dem Ausgang der Vorwahl in Kalifornien hatte sich Clinton zur Siegerin ausgerufen. In einer Rede in New York sprach sie von einem historischen "Meilenstein". Zum ersten Mal in der Geschichte der USA werde eine Frau die "Kandidatin einer der großen Parteien sein", sagte sie.

Sanders hat dennoch angekündigt, bis zu der Veranstaltung in Philadelphia weiterzumachen. Auch bei der letzten Vorwahl am kommenden Dienstag im Regierungsbezirk von Washington will er antreten.

Insgesamt wurde am Dienstag in sechs Bundesstaaten abgestimmt. Clinton schnitt neben Kalifornien in New Jersey, New Mexico und South Dakota besser ab als Sanders. Der Senator entschied die Vorwahlen in North Dakota und Montana für sich.

Bei den Republikanern steht Donald Trump bereits als faktischer Kandidat fest, nachdem seine einst 16 parteiinternen Rivalen nach und nach aufgegeben hatten.