Nach tagelangen Gefechten im Nordosten Syriens haben sich die Kurden nach eigenen Angaben mit dem Regime auf einen Waffenstillstand geeinigt. Die Vereinbarung sei nach Intervention von Stammesführern und "einigen Ländern" zustande gekommen, berichtete die kurdennahe Nachrichtenagentur Firat. Berichten zufolge hatten beide Seiten in den vergangenen Tagen unter Vermittlung des Regierungsverbündeten Russland miteinander verhandelt.

Mehr als eine Woche lang hatte es zwischen Regimetruppen und Einheiten der syrischen Kurden in der Stadt Hassaka heftige Kämpfe gegeben. Die syrische Luftwaffe flog auch Angriffe auf die Stadt. Dabei hatten sich die Kurden trotz vereinzelter Gefechte in der Vergangenheit mit den Kämpfern von Präsident Baschar al-Assad arrangiert. Die USA unterstützten die Kurden und ließen Kampfjets über die Region fliegen, um weitere Bombardierungen zu verhindern.

Am Dienstag feuerte die türkische Artillerie den zweiten Tag in Folge auf Ziele in Syrien. Aus Ankara hieß es, die Angriffe seien eine Reaktion auf Mörserbeschuss von Extremisten aus der syrischen Stadt Dscharabulus, die von der Terrormiliz "Islamischer Staat" kontrolliert wird.

Berichten zufolge planen von der Türkei unterstützte syrische Rebellen auch einen Bodenangriff auf Dscharabulus. Das wiederum verschärft den Konflikt Ankaras mit syrisch-kurdischen Kämpfern, die in der Region zuletzt ebenfalls viel an Territorium gewannen. Die Türkei sieht sie als verlängerten Arm der verbotenen türkischen Arbeiterpartei PKK.