Donald Trump hat sich nahezu gleichgültig über eine mögliche Niederlage bei der USPräsidentschaftswahl geäußert. "Letztlich wird es entweder klappen, oder ich habe einen sehr, sehr schönen, langen Urlaub", sagte der Kandidat der Republikaner am Donnerstag (Ortszeit) im Interview des US-Fernsehsenders CNBC. Er mache nichts Anderes, als die Wahrheit zu erzählen. Falls es für ihn am Ende "aus Gründen der politischen Korrektheit" nicht reiche, sei das in Ordnung, erklärte Trump weiter. "Dann kehre ich zu einer sehr guten Lebensweise zurück."

Bisher hatte er stets betont, dass er der Sieger der Wahl sein werde: "Wir werden im November gewinnen", sagte er etwa nach seiner Nominierung, "und wir werden klar gewinnen." Außerdem hatte er darüber spekuliert, dass es bei der Wahl nicht immer mit rechten Dingen zugehen könnte. "Ich fürchte, die Wahl wird manipuliert sein, ich muss ehrlich sein", sagte er Anfang August.

Trumps Umfragewerte sind in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Zuletzt sorgte er beinahe täglich mit provokanten Äußerungen für Wirbel. Am Mittwoch bezeichnete er den US-Präsidenten Barack Obama und die Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, als Gründer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Tags zuvor hatte eine mehrdeutige Äußerung Trumps, die viele als Aufruf zu Gewalt gegen seine Rivalin Clinton interpretierten, eine Kontroverse ausgelöst. Innerhalb seiner Partei formierte sich zuletzt immer mehr Widerstand gegen ihn.