Die Affäre um gehackte E-Mails der US-Demokraten hat weitere personelle Konsequenzen. Die Geschäftsführerin des Parteivorstands Amy Dacey sowie Kommunikationschef Luis Miranda sind laut einer Mitteilung der Partei zurückgetreten. Auch der Finanzvorstand Brad Marshall legte sein Amt nieder.

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hatte vor einigen Tagen fast 20.000 gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes DNC aus der Zeit von Januar 2015 bis Mai 2016 veröffentlicht. Daraus ging hervor, dass das Führungsgremium im Vorwahlkampf Hillary Clinton favorisierte und gegen ihren Rivalen Bernie Sanders agierte. In einer E-Mail, in der Marshalls Name als Absender auftaucht, wird Sanders' religiöse Überzeugung gegen ihn ins Spiel gebracht. Marshall entschuldigte sich dafür.

Die Parteichefin Debbie Wasserman Schultz war infolge der Affäre bereits in der vergangenen Woche zurückgetreten. Die Partei und IT-Experten beschuldigen Russland, hinter dem Angriff zu stehen und sich so zugunsten des Republikaners Donald Trump in den Wahlkampf einzumischen. Das FBI nahm Ermittlungen auf. Die russische Regierung wies die Vorwürfe zurück. WikiLeaks-Gründer Julian Assange wollte nicht sagen, wer die E-Mails gehackt hat. "Ich bin Journalist und ich gebe meine Quellen nicht preis", sagte er dem Sender CNN.