Im Jemen sind bei einem Selbstmordanschlag mindestens 45 Menschen getötet und mindestens 30 verletzt worden. Ein Attentäter hatte sich mit einem Auto vor der Militärschule in der Hafenstadt Aden in die Luft gesprengt. Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

Nach Angaben der Sicherheitskräfte drang der Angreifer mit seinem mit Sprengstoff beladenen Fahrzeug in das abgeriegelte Militärgelände ein, als das Eingangstor für einen Lieferwagen geöffnet wurde. Der Anschlag galt demnach Männern, die sich für den Militärdienst registrieren lassen wollten. Die Explosion brachte nach Augenzeugenberichten unter anderem ein Dach zum Einsturz.

Aden ist von der Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi zur provisorischen Hauptstadt des Jemen erklärt worden, weil die eigentliche Hauptstadt Sanaa in der Hand der schiitischen Huthi-Rebellen ist. Ein sunnitisches Militärbündnis unter der Führung Saudi-Arabiens unterstützt die Regierungstruppen mit Luftangriffen gegen die Rebellen.

Die UN und Menschenrechtsgruppen schätzen, dass seit März 2015 mindestens 9.000 Menschen bei den Kämpfen in dem Land starben. Rund drei Millionen Menschen wurden seitdem vertrieben.