Die einflussreiche US-Republikanerin und Milliardärin Meg Whitman will bei der US-Präsidentschaftswahl die Seiten wechseln und die demokratische Kandidatin Hillary Clinton unterstützen. Sie werde für Clintons Wahlkampf Geld spenden und versuchen, ihre republikanischen Freunde zu überzeugen, das auch zu tun, sagte Whitman. Es sei an der Zeit, das Land der Partei voranzustellen.

Die Chefin des IT-Konzerns Hewlett Packard begründete ihren Schritt damit, dass der Kandidat der Republikaner, Donald Trump, ein "unehrlicher Demagoge" sei, der das Land auf eine sehr gefährliche Reise schicke. Trump nutze Wut und Fremdenfeindlichkeit aus, sei uninformiert und würde als Präsident Wohlstand und Sicherheit der USA gefährden, schrieb Whitman bei Facebook. 

Die New York Times zitierte Whitman mit den Worten, sie stehe uneingeschränkt zu ihren Äußerungen während eines Treffens von republikanischen Spendern, wo sie Trump mit Diktatoren wie Adolf Hitler und Benito Mussolini verglichen habe. Diktatoren kämen oft mit demokratischen Mitteln an die Macht, sagte Whitman. 

Zuvor hatte bereits Richard Hanna aus dem Bundesstaat New York als bisher einziger Abgeordneter der Republikaner angekündigt, für Clinton stimmen zu wollen. Dazu habe er sich nach Trumps Attacken auf die Eltern eines getöteten muslimischen US-Soldaten entschieden, schrieb Hanna. Er erwarte keinen perfekten Kandidaten, "aber ich verlange mehr als die Verkörperung einer zumindest engeren Auswahl der sieben Todsünden".