Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat in einer Rede erneut Gewalt gegen Hillary Clinton angedeutet. Bei einem Wahlkampfauftritt in Miami wiederholte er seine Forderung, die Waffen der Secret-Service-Agenten Clintons zu konfiszieren. Dann fügte Trump hinzu: "Sie ist gegen Waffen. Nehmt ihnen die Waffen weg. Lasst uns sehen, was mit ihr passiert. Okay, das wäre sehr gefährlich."


Trump behauptet, dass Clinton das im Zweiten Verfassungszusatz verankerte Recht auf Tragen einer Waffe einschränken wolle. Die Demokratin macht sich angesichts der steigenden Schusswaffengewalt in den USA für eine striktere Waffenkontrolle stark.

Clintons Wahlkampfmanager Robby Mook verurteilte Trumps Äußerungen. Sie sollten "für einen Präsidentschaftskandidaten tabu sein". "Egal, ob er Demonstranten bei einer Versammlung provozieren wollte oder ob es ein Witz sein sollte, es ist eine inakzeptable Eigenschaft für jemanden, der Oberbefehlshaber der Streitkräfte werden will", sagte Mook.

Trump hatte bereits im August bei einer Rede gesagt, die Wähler könnten nichts tun, wenn Clinton erst einmal Befürworter strengerer Waffengesetze als Richter in den Obersten Gerichtshof berufen habe. "Obwohl – es gibt die Leute des Zweiten Verfassungszusatzes, vielleicht gibt es da doch etwas. Ich weiß es nicht.", sagte er anschließend kryptisch. Viele Demokraten verstanden die Äußerung als Aufruf zu einem Attentat auf Clinton. Trump wies den Vorwurf zurück.