Im Stadtbezirk Karrada explodierte am Montagabend ein Sprengsatz in einem Auto. Das Fahrzeug war auf einem Parkplatz des belebten Geschäftsviertels abgestellt worden. Die Explosion tötete nach Angaben der Polizei mindestens 12 Menschen und verletzte 28 weitere. Die Extremistengruppe "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich auf ihrer Website und auch laut der ihr nahestehenden Agentur Amak zu dem Anschlag.

Bagdad war in den vergangenen Monaten immer wieder Ziel von Bombenattentaten des IS. Die Anschläge wurden zumeist von Selbstmordattentätern mit Sprengstoffgürteln oder in Autos verübt. Hunderte Zivilisten, vor allem Schiiten, wurden dabei getötet. Erst im Juli waren bei einem Attentat in Karrada knapp 300 Menschen getötet worden. Auch diese Tat hatte der IS für sich reklamiert.

Auch in Syrien hatte die Miliz am Montag eine Anschlagsserie für sich reklamiert, bei der Dutzende Menschen getötet wurden. Selbstmordattentäter hätten die von Regierungstruppen gehaltenen Städte Homs und Tartus angegriffen, meldete Amak. Zudem sei ein Kontrollpunkt nahe der Hauptstadt Damaskus sowie ein weiterer in der unter kurdischer Kontrolle stehenden Provinz Hasaka attackiert worden. Es seien Dutzende syrischer Soldaten, darunter mehrere Offiziere, sowie kurdische Milizionäre getötet worden