Für humanitäre Hilfe stellen die USA dem Bürgerkriegsland weitere 364 Millionen US-Dollar (rund 324 Millionen Euro) zur Verfügung. Mit dem Geld sollen nach Angaben der US-Regierung UN-Organisationen und unabhängige Hilfsgruppen unterstützt werden, um Unterkünfte, Lebensmittel und Medizin zu besorgen. Seit Beginn des Bürgerkriegs vor mehr als fünf Jahren haben die USA damit 5,9 Milliarden Dollar an Hilfszahlungen an Syrien geleistet.

Die Staatssekretärin im US-Außenministerium, Anne Richard, rief die Kriegsparteien erneut dazu auf, humanitäre Hilfe in den umkämpften Gebieten nicht zu behindern. Zugleich wies sie darauf hin, die USA hätten auch mehr Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland aufgenommen, nannte jedoch keine Zahlen.

Die Ankündigung der USA fällt zeitlich mit dem Vormarsch syrischer Regierungstruppen auf die schwer umkämpfte Stadt Aleppo zusammen. Die Armee von Machthaber Baschar al-Assad will nach eigenen Angaben alle Aufständischen aus der Stadt vertreiben. Allein in der vergangenen Woche wurden bei den Angriffen mindestens 200 Menschen getötet.

Die USA hatten einigen Rebellengruppen militärische Hilfe bereitgestellt, sich in den vergangenen Wochen aber verstärkt um einen Waffenstillstand bemüht. Die zuletzt ausgehandelte Waffenruhe hatte die syrische Armee vor gut einer Woche nach nur wenigen Tagen Laufzeit für beendet erklärt.